Das Baunscheidtieren: Vergessene Therapiemethode mit starker Wirkung

In diesem Blogeintrag möchte ich dir eine Therapiemethode vorstellen, die man heutzutage fast nirgends mehr sieht – die aber in meiner Praxis einen festen Platz hat, besonders dann, wenn körperliche Beschwerden ihren Ursprung im Lymphsystem haben: das Baunscheidtieren.

Wann kommt das Baunscheidtieren zum Einsatz?

Das Indikationsspektrum dieser Methode ist unglaublich breit gefächert. Häufig setze ich sie bei folgenden Themen ein:

  • Bewegungsapparat & Gelenke: Schmerzen im Ellbogen, in der Schulter, am Arm, im Hüftgelenk, im Knie sowie an der Achillessehne. Zudem bei Gicht, dem rheumatischen Formenkreis, Arthrose, Immobilität und einer funktionellen Skoliose.
  • Immunsystem & Atemwege: Prophylaxe und Stärkung des Immunsystems, regelmässige Anwendung entlang der Wirbelsäule im Spätwinter zur Vorbeugung von Heuschnupfen oder Linderung von Frühlingssymptomen sowie bei rezidivierenden Erkältungserscheinungen, HNO-Beschwerden und Tonsillitis.
  • Verdauung & Stoffwechsel: Magenschwäche und Pankreasschwäche (durch reflektorische Anregung der Verdauungssäfte), Blähungen, Hämorrhoiden, Obstipation (Verstopfung) und Übersäuerung.
  • Urogenitalsystem & Zyklus: Chronische Nieren- und Blasenentzündungen sowie bei seltener oder ausbleibender Periode.
  • Kopf & Nervensystem: Migräne, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit.
  • Regulation der Schilddrüse: Überfunktion und Unterfunktion

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Wie wirkt das Baunscheidtieren?

Das Baunscheidtverfahren ist eine klassische Umstimmungstherapie in der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde (TEN). Die Wirkungsweise ist vielfältig und setzt tief im Organismus an:

  • Durchblutung & Säftestrom: Steigerung der lokalen Durchblutung und Aktivierung des Säftestroms.
  • Lymphsystem: Ankurbelung des Lymphtransports und des Lymphflusses zur Abwehrsteigerung.
  • Entsorgung & Entsäuerung: Abtransport von Schlacken und Toxinen aus Gewebe, Organen und Organsystemen; lokale Regulation des pH-Wertes und Steigerung der Phagozytose.
  • Nervensystem & Organe: Reaktionen über die Hypophyse, Linderung von Schmerzen sowie reflektorische Anregung der entsprechenden inneren Organe.

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Wie funktioniert die Anwendung?

Dazu werden mit einer Nadelrolle (Vitralisator) oder einem Nadelstempel (Lebenswecker) ganz sanft kleine Pünktchen in die oberste Hautschicht der zu behandelnden Zone gesetzt. Im Anschluss wird ein spezielles Baunscheidt-Öl eingerieben.

Nach etwa 5 bis 10 Minuten bilden sich kleine intrakutane Bläschen (Quaddeln), die Lymphe enthalten. Dabei entsteht ein typischer Juckreiz und ein leichtes Brennen. Die Quaddeln verschwinden innerhalb einer Stunde von selbst wieder und hinterlassen keinerlei bleibende Hautveränderungen.

Durch diese Quaddelbildung wird direkt sichtbar, wie das Verfahren die ableitenden Funktionen des Lymphsystems und damit die interstitielle Entsorgung anregt.

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Anwendung auf der Reflexzone der Schilddrüse

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Ein Beispiel aus der Praxis:

Eine Klientin litt aufgrund von Sport unter einer chronischen Ellbogenentzündung. Vom Arzt war ihr Cortison verschrieben worden, doch die Entzündung wollte trotzdem nicht abklingen. Bei chronischen Entzündungen zeigt sich häufig eine Kälte-Thematik im Gewebe. Cortison bringt durch seine entzündungshemmende, aber auch abkühlende Wirkung in einem solchen Fall noch mehr Kälte in das System und verhindert oft die Ausheilung eines chronischen Themas.

Durch die regelmässige Anwendung des Baunscheidtierens konnte hier eine lokale Anregung des Lymphflusses hervorgerufen, wertvolle Wärme in das Gewebe gebracht und der ursprüngliche Heilungsprozess des Körpers wieder in Gang gesetzt werden, indem dem Gewebe dort gezielt Energie und Reize zugeführt wurden.

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Mich fasziniert an dieser Anwendung vor allem ihre Einfachheit verbunden mit einer tiefen Wirkungskraft.

symptome sind ausdruck und spiegel der lebenskraft, die versucht, das gleichgewicht wiederherzustellen.

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